Sendung zu Hämorrhoiden bei German Healthcare TV – GHCTV

26 08 2014


Hämorrhoiden – eine unterschätzte und quälende Volkskrankheit

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Das Hämorrhoidalleiden kann als das häufigste gutartige Enddarmleiden und als eine Volkskrankheit unserer Gesellschaft gesehen werden. Durch die Tabuisierung dieses Themas liegt die Dunkelziffer an Erkrankungen wohl sehr hoch. Aus diesem Grund ist es wichtig auf Symptome frühzeitig zu reagieren und einen Arzt aufzusuchen.

Hämorrhoiden sind ringförmige Gefäßgeflechte am Enddarm und dienen als Verschlussmechanismus des Afters. Bei einem Hämorrhoidalleiden wachsen diese Gefäßpolster an, fangen an zu bluten, schmerzen und können zu einer Vorwölbung dieses
Gefäßbündels führen. Dieses Leiden beeinflusst unter anderem den Stuhlgang und kann sich durch Verstopfung und Schmerzen äußern. Hierbei wird der Grad der Erkrankung an vier Stufen gemessen. Der 1. Grad äußert sich durch Blutungen und Schmerzen, zeichnet sich aber nicht durch eine Vorwölbung des Gefäßbündels aus. (Analprolabs) Der 2. Grad zeichnet sich nun durch einen Prolabs (Vorwölbung) während des Stuhlgangs aus, welche sich jedoch selbständig wieder zurückzieht. Bei dem 3. Grad der Erkrankung lässt sich diese Vorwölbung nur noch durch Zutun, nämlich durch eine Zurückwölbung durch die Hand wieder beseitigen. Das Endstadium, der 4. Grad zeichnet sich nun dadurch aus, dass die Vorwölbung sich nicht mehr zurückwölben lässt, auch nicht durch eigenes Zutun. Zu den Symptome dieses Leidens sind Schmerzen, Jucken, Brennen, und Blutungen im Analbereich zu zählen, sowie ein analer Prolaps,  Blutauflagerungen am Stuhlgang, Inkontinenz oder Schleimspuren in der Unterwäsche zu zählen. Bei diesen Symptomen ist es
von großer Bedeutung einen Arzt aufzusuchen sobald diese intensiv, anhaltend oder wiederkehrend sind. Besonders ist es von großer Bedeutung das eigene Schamgefühl zu ignorieren und offen mit möglichen Symptomen und der Erkrankung umzugehen und sich
direkt einem Arzt zuzuwenden. Diese Symptome können auch Anzeichen anderer Erkrankungen wie Analfissuren, Fisteln,  Entzündungsherden, Tumoren, Beckenbodenerkrankungen, Hahnwegsinfekten oder Anderen sein. Grundsätzlich kann ein
Hämorrhoidalleiden erst ab dem 25. Lebensjahr auftreten und ist ab dem 50. Lebensjahr mit einem höheren Erkrankungsrisiko in Verbindung zu bringen. Aus diesem Grund ist es ratsam ab dem 50. Lebensjahr vorsorgliche Untersuchungen bei Haus- oder Frauenärzten
vorzunehmen, die sich durch eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchführen lassen können. Bei Frauen kann ein erhöhtes Erkrankungsrisiko während und nach der Schwangerschaft eintreten, bei Entzündungen und Symptomen im Vaginalbereich, Gebärmuttererkrankungen sowie Krampfaderbildungen an Beinen und im Vaginalbereich. Bei Männern wird die Erkrankung oftmals später entdeckt da sich der Mann in der Regel erst nach längerer Zeit zu einem Fachmann begibt. Generell ist zu sagen, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung das Erkrankungsrisiko mindert und auch als Therapiemittel bei einer Erkrankung empfehlenswert ist. Lebensmittel  mit vielen Ballaststoffen (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Linsengemüse) regen die Darmflora und die Verdauung an und mindern somit das Erkrankungsrisiko. Nicht ratsam sind Weißmehlprodukte, fett und zuckerhaltige Lebensmittel sowie eine  eindimensionale Ernährung. Es sollte bei anhaltenden und wiederkehrenden Symptomen dringed ein Arzt aufgesucht
werden und im Falle einer Erkrankung direkt mit der Therapie begonnen werden, um eine Verschärfung des Krankheitsgrades zu verhindern. Zudem muss der Patient keine Angst vor einer Operation haben, da diese bei frühzeitiger Diagnose nicht zwingend nötig sind und zudem schnell durchführbar sind. Um eine Wiedererkrankung zu verhindern, (Wiedererkrankungswert: 20-30%) sollten die ärztlichen Anweisungen beachtet werden und verstärkt auf die Ernährung geachtet werden.


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