DER INTERNATIONALE TAG DER PATIENTENSICHERHEIT 2017

17 09 2017

Kommunikation im Gesundheitswesen – das ist das Thema des 3. Internationalen Tages der Patientensicherheit (ITPS) am 17. September 2017. Unter dem Motto „Wenn Schweigen gefährlich ist“ sind Gesundheitseinrichtungen rund um den Aktionstag aufgerufen, zu zeigen, wie eine sichere Kommunikation im Gesundheitswesen funktionieren kann. Veranstalter des Internationalen Tages in Deutschland ist das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS).

 

Wenn die Zeit zum Händewaschen nicht reicht, wenn Medikamente verwechselt werden: Wenn Patienten und Mitarbeiter so etwas bemerken, sollten sie ihre Bedenken ansprechen. Fehlende oder mangelhafte Kommunikation im Gesundheitswesen führen häufig zu Behandlungsfehlern und schränken die Patientensicherheit stark ein. „Die Hürden für eine gelungene Arzt-Patientenkommunikation sind groß“, sagt Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS. „Oft haben behandelnde Ärzte nur ein paar Minuten Zeit, um mit ihren Patienten über wichtige Behandlungsschritte oder andere relevante Themen zu reden. Zudem bleibt Patienten häufig nur ein kleines Zeitfenster, um ihre Fragen und Probleme zu äußern.“ Auch zwischen den Mitarbeitern in Gesundheitseinrichtungen werden Sicherheitsbedenken oft nicht offen angesprochen. Bemerkte Sicherheitsbedenken und Vorfälle werden zu selten thematisiert und einer Lösung zugeführt.

 

Ziel des diesjährigen Aktionstages ist es deshalb, für eine gute Kommunikation zu sensibilisieren. Ein gelungenes Arzt-Patienten-Gespräch kann die Behandlung fördern. Eine umfassende Beratung in der Apotheke kann dazu beitragen, dass die Medikamente richtig und regelmäßig eingenommen werden. Ein offener Austausch auf einer Station im Krankenhaus erhöht die Patientensicherheit bei der Übergabe von einer Schicht zur nächsten. Mit verschiedenen Aktivitäten soll für eine gute Kommunikation geworben werden – und Akteure im Gesundheitswesen sowie Patienten ermutigt werden, ihre Probleme, Bedenken und Meinungen zu äußern, damit das gegenseitige Verständnis verbessert wird.

 

Alle Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und weltweit sind aufgerufen, sich rund um den Aktionstag zu beteiligen. Sie sollen zeigen, was sie bereits tun, um die Gesprächskultur im Gesundheitswesen und damit die Patientensicherheit zu verbessern „Wenn alle aktiv daran arbeiten, kann die Kommunikation in Gesundheitseinrichtungen deutlich verbessert und damit ein wichtiger Beitrag für mehr Patientensicherheit geleistet werden“, betont die Vorsitzende des APS, Hedi François-Kettner „aber auch jedes andere Thema, das der Patientensicherheit dient, z.B. Medikationssicherheit oder Hygiene und Infektionsprävention, kann von den Einrichtungen aufgegriffen werden.“

 

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DIE BESTEN CHEFÄRZTE - Das Forum für niedergelassene Ärzte und Berlins meistempfohlene Kliniken

4 07 2017

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Mit einem Kongress “die besten Chefärzte” bietet der Tagesspiegel Medizinern ein neues Format für einen intensiven Austausch. Die Wahl der besten Kliniken Berlins sind das Ergebnis einer unabhängigen Befragung. Dafür wurden tausende niedergelassene Ärzte Berlins befragt, welches Krankenhaus sie empfehlen. Wir sind stolz, dass Dr. med. Martin Susewind und Dr. med. Garri Tchartchian am 12. Juli dabei sein werden und ihr Wissen mit gleichgesinnten Kollegen teilen können.
http://www.die-besten-chefaerzte.de/referenten/



Einfach mal Danke….

1 02 2017

 

 

Sehr geehrter Herr Dr. Kirchner,

ich möchte einfach mal DANKE sagen!!

Zum Hintergrund: ich hatte, seit ich denken kann, Probleme.. hatte {und} über Jahre Milchzucker zu mir genommen. Ich dachte, was für Babys und Kleinkinder gut ist, kann für mich nicht schlecht sein.

Ich hatte Panik, wenn ich weg gefahren bin (Urlaub) und meinen Milchzucker vergessen hatte.

Nun war ich vor Jahren in der MIC Klinik in Berlin Zehlendorf zu einer Gebärmutter Operation. Hier hatte ich damals das Problem schon angesprochen und eine Schwester sagte mir, dass auch diese Probleme dort behandelt werden.

Ich habe das Thema immer wieder aufgeschoben, bis ich gemerkt habe, es wird definitiv nicht besser.

Dann habe ich mich entschlossen das Problem endgültig anzugehen und war bei Ihnen in der Sprechstunde. Ihre ganze Aufklärung, auch mit entsprechendem Witz, hat mir und auch meinem Mann sehr gut gefallen.

Der ganze Aufenthalt mit Betreuung in der Klinik hat mir wieder super gut gefallen.

Auch dafür ein besonderes Dankeschön.

Was Sie für mich erreicht haben ist einfach nur toll. Sie haben mir eine viel bessere Lebensqualität verschafft. Ich kann regelmäßig ohne Angst und Bedenken zur Toilette gehen.

Immer wieder hatte ich mich gefragt, warum habe ich diesen Schritt nicht schon 10 Jahre früher gemacht?

Für Ihre tolle Arbeit möchte ich mich bei Ihnen nochmals ganz, ganz herzlich bedanken. Sie haben eine Patientin glücklicher gemacht.

Diese email war mir schon seit Monaten ein Bedürfnis.

Mit freundlichen Grüßen

I.M. aus Oranienburg



Jetzt bei uns - Das Buffet wird noch besser!

8 07 2016

Jetzt bei uns in der MIC Klinik: Glutenfreie Brötchen.

Natürlich könnten wir hier einen Text bringen über Krankenhauskost, und die üblichen Beschwerden.Wir wollen keine Bilder unseres Buffets veröffentlichen - wie schön, es bei uns ist; wir wollen nur eins: Ihnen die gesunde Wahl geben. Sich selber entscheiden, in jeder Lebenslage. Eben auch im Krankenhaus. Und deshalb gibt es bei uns ab sofort zu jeder Mahlzeit auch glutenfreie Brötchen. Wir helfen und unterstützen Sie, in Ihren Entscheidungen. Ihren Lebens-Entscheidungen. Wir möchten Sie nicht überreden- aber wir möchten Sie informieren. In diesem Sinne -geniessen - aber richtig!



Save a Life Day am 25.05.2016 - LIVE OP

20 05 2016

Die Adipositas gehört zu den größten Epidemien des 21. Jahrhunderts und stellt unsere Gesellschaft und im Besonderen unser Gesundheitssystem vor riesige Probleme.

In Europa hat sich die Zahl der übergewichtigen Menschen in den letzten 30 Jahren verdreifacht und nach aktuellen Hochrechnungen werden im Jahre 2030 über 50 % der Europäer übergewichtig sein. Es besteht leider in der Bevölkerung, aber auch bei einem Teil der Betroffenen, ein Informationsdefizit für den Zusammenhang zwischen Adipositas und den schwerwiegenden Folgeerkrankungen.

Das Verständnis der Adipositas als komplexe und chronische Erkrankung muss deshalb vor allem in Deutschland erhöht werden, denn das Wissen über Adipositas und den engen Zusammenhang mit der Entstehung von Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe und Entstehung von Krebserkrankungen ist noch zu gering!

Deshalb ist ein nationaler Aktionstag dringend geboten!

Vor der eigentlichen Behandlung stehen Aufklärungskampagnen und Präventionsmaßnahmen, denn mit zunehmender Dauer und Ausprägung der Adipositas wird die Therapie schwieriger und teurer. Überschreitet die Körperfettmasse ein kritisches Maß, ist der Krankheitswert durchaus der einer Krebserkrankung gleichzusetzten, wobei diese als unverschuldete Erkrankung wahrgenommen wird. Hingegen ist die krankhafte Adipositas stigmatisiert und mit geringer gesellschaftlicher Akzeptanz behaftet. Dies hat für Patienten oft einen sozialen Rückzug, verbunden mit einer erhöhten Inzidenz an psychologischen Erkrankungen zur Folge.

Diese und viele weitere wissenschaftlich bewiesene Faktoren haben in der von der Arbeitsgemeinschaft Adipositaschirurgie (CAADIP) der Deutschen Gesellschaft für Allgemein und Viszeralchirurgie (DGAV) erstellten AWMF S3 Leitlinien Eingang gefunden.

Das hier aufgezeigte Stufenkonzept zur Behandlung der Adipositas kann aber nur nachhaltige Wirkung erzielen, wenn eine Umsetzung auf breiter Front möglich wird!

Dies ist mit dem Stand heute allerdings nicht der Fall - warum nicht?

Leitliniengerecht müssten Patienten mit einem Bodymassindex (BMI) ab 35 bei vorliegenden relevanten Folgeerkrankungen (z.B. Diabetes) und ab einem BMI von 40 nach Ausschöpfung der konservativen Therapiemöglichkeiten einer Operation zugeführt werden.

Die oft geforderte „multimodale“ Therapie, also die Einbeziehung von Ernährungstherapie, Bewegungstherapie und psychologischer Beratung/Evaluation unter ärztlicher Betreuung über eine Dauer von 6 Monaten ist jedoch das erste „Nadelöhr“ in diesem Prozess. Viele Patienten haben keinen Zugang zu einer konservativen Therapie und können sich daher auch in keiner Weise für einen späteren, leitliniengerechten, chirurgischen Eingriff qualifizieren. Derzeit kann der Hausarzt den Patienten nicht flächendeckend in eine Schwerpunktpraxis überweisen und es stehen keine multimodalen Konzepte mit ausreichender Kapazität als Kassenleistung zur Verfügung. Sind solche Programme vorhanden, können sie nur unter Zuzahlung durch den Patienten besucht werden.

So verwundert es nicht, dass in Deutschland trotz seiner sehr hohen Prävalenz der schweren Adipositas nur eine vergleichsweise geringe Anzahl an adipositaschirurgischen Operationen durchgeführt wird. Deutlich unter dem europäischen Durschnitt von 18 Operationen werden hierzulande lediglich ca. 12 Operationen pro 100 000 Einwohner durchgeführt, im angrenzenden Belgien z.B. 10-mal so viel.

Warum dieses zweite Nadelöhr in der Therapie?

Die rechtlich nicht vorgegebene, aber gängige Regel der Einzelfallbewertung vor Erteilung der individuellen Kostenübernahme durch die Krankenkassen hat mit zu diesem sehr erschwerten Zugang zur nachweislich effektivsten Therapie der schweren Adipositas geführt. Selbst leitliniengerechte Indikationen werden nicht selten von den Kostenträgern abgelehnt.

Verschlimmert und unverständlicher wird die Situation für Patienten und die behandelnden Ärzte durch die Tatsache, dass regional sehr große Unterschiede in der Bewertung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen bestehen. So schwankt die Anzahl der durchgeführten Eingriffe pro 100 000 Einwohner zwischen 3 (Saarland) und 48 (Berlin). Obwohl die Inzidenz der schweren Adipositas ähnlich verteilt ist.

Dies hat bereits dazu geführt, dass Patienten nicht operiert werden konnten und an ihren Nebenerkrankungen verstorben sind!

Deshalb ist es an der Zeit für einen Nationalen Aktionstag: „save a life day“

Was wir erreichen wollen:

• Mehr Information zu der Epidemie Adipositas und ihrer gesundheitlichen Gefahr

• „Entstigmatisierung“ von adipösen Menschen

• Informationen zur leitliniengerechten Stufentherapie

• Kostenfreier Zugang zur konservativen multimodalen Therapie

• Begutachtung von Operationsindikationen durch den MDK nur noch, wenn nicht leitliniengerechte Anträge vorliegen

Was wir am Aktionstag tun werden:

• Dr. med. Martin Susewind vom zertifizierten Zentrum für Adipositas und metabolische Chirurgie wird am Mittwoch den Operationssaal für Journalisten öffnen, die an einer LIVE OP teilhaben dürfen.