Beckenboden Stammtisch

Die zwei Monate waren gestern wieder um, so daß unser regelmäßig stattfindender Stammtisch zum Thema Beckenboden Therapie wieder auf dem Plan stand. Längst ist aus dem ehemaligen Stammtisch eine zertifizierte Fortbildungsreihe für Ärtze der Fachrichtungen Chirurgie, Gynäkologie, Innere Medizin und Urologie geworden. Im Zentrum stand natürlich der Beckenboden und dessen vielschichtige Erkrankungen, die sich durch unerklärliche Schmerzen, Urin- oder Stuhlverlust, Hämorrhoiden oder Verstopfung bemerkbar machen können. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Anal Band und den TVT-O Netzen. Auch konservative Therapiemöglichkeiten wie Elektrostimulation mit Biofeedback wurden besprochen. Am Rande war die MIC Klinik als Ganzes Thema und wir sind immer wieder erstaunt, daß es Menschen gibt, die unser Krankenhaus nicht kennen…  🙂

Homepage der MIC Klinik

Beckenboden-Therapie

Harninkontinenz und Beckenbodensenkung

Häufig hört Herr PD Dr. Bojahr, Teamchef Gynäkologie, von seinen Patientinnen die Frage, ob eine Beckenbodensenkung oder Gebärmuttersenkung immer eine Harninkontinenz zur Folge hat. Er kann sie beruhigen. Denn nicht zwangsläufig verliert eine Frau unkontolliert Urin, nur weil sich der Beckenboden gesenkt hat. Aber man sollte die Dinge im Auge behalten. Denn schon wenn beim Niesen oder bspw. Trampolin-Springen ein paar kleine Tröpfchen in die Hose gehen, kann Therapiebedarf bestehen. Oft reichen in diesem Fall eine Hormontherapie und/oder konsequent durchgeführte und physiotherapeutisch angeleitete Beckenbodenkräftigung aus.

Zentrum für Beckenboden Therapie

Anal Band statt Stoma Beutel

Seit einiger Zeit setzt Herr Dr. Kirchner manchem unserer Patienten mit analer Schließmuskelschwäche einen künstlichen Schließmuskel  (Anal Band) ein, dessen Funktion sein Träger selbst kontrolliert.  So erhalten diese Menschen ein großes Stück Lebensqualität und Unabhängigkeit zurück. Neu ist, daß ein solches Anal Band auch Patienten mit einem dauerhaft angelegten künstlichen Darmausgang zu Gute kommen kann. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein solcher künstlicher Schließmuskel den Beutel am künstlichen Darmausgang (Anus praeter) ersetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand.

www.mic-berlin.de